Brunner-Mobil GolfkompassDie wichtigsten Regeln.
Im Golfsport gibt es 34 Regeln. Klingt nach nicht so viel. Aber wenn man bedenkt, dass diese in einem 240 Seiten dicken Regelbuch festgehalten sind, sieht das Ganze anders aus. Hinzu kommen im Übrigen noch 1500 Entscheidungen zu diesen Regeln. Nicht einfach. Für Sie haben wir die allerwichtigsten Regeln auf den folgenden Seiten zusammengefasst, damit Sie anfangs gut über die Runden kommen. Und im Laufe der Zeit werden Sie sicherlich alle wichtigen Regel-Details kennen lernen und sich damit anfreunden können. Viel Spaß!
Spielen Sie den Ball so, wie er liegt.
Der Grundsatz des Golfspiels besagt, dass ein Ball so gespielt werden muss, wie er liegt, sofern die Regeln nichts Anderweitiges vorsehen. Versuchen Sie insbesondere nie, ungerechtfertigterweise die Lage des Balls, den Raum des beabsichtigten Stands und Schwungs oder die Spiellinie zu verbessern. Auch die Fläche zum Fallenlassen (droppen) oder Hinlegen eines Balls dürfen Sie nicht verbessern. Sie dürfen nichts, das angewachsen oder befestigt ist, vor dem Schlag bewegen, biegen oder brechen (z.B. Äste abbrechen, Bodenunebenheiten niederdrücken usw).
Fallenlassen des Balles (Droppen)
Stehen Sie aufrecht, halten Sie den Ball mit ausgestrecktem Arm in Schulterhöhe und lassen Sie den Ball dann fallen.
Schummeln und Ähnliches generell verboten.
Spieler, welche übereinkommen, eine Regel nicht anzuwenden oder eine Strafe zu erlassen, werden disqualifiziert. Spieler, die unerlaubt versuchen, Lage oder Bewegung eines Balls zu beeinflussen, erhalten zwei Strafschläge oder werden in schwerwiegenden Fällen disqualifiziert.
Das Spielen außerhalb der ordentlichen Spielreihenfolge ist erlaubt, drängt sich aus Gründen der Zeitersparnis manchmal sogar auf. Haben sich die Spieler allerdings zu Ihrem taktischen Vorteil über eine falsche Spielreihenfolge abgesprochen, so werden sie disqualifiziert. Versuchen Sie also nie zu schummeln oder sich sonstwie einen ungerechtfertigten Vorteil zu verschaffen.
Schlägeranzahl begrenzt.
Die Schläger müssen gewissen Spezifikationen der Golfregeln entsprechen, sonst wird der Spieler disqualifiziert. Versuchen Sie deshalb nie, an Ihren Golfschlägern selbst Veränderungen vorzunehmen. Es dürfen höchstens 14 Schläger mitgeführt werden, sonst erhält der Spieler zwei Strafschläge für jedes Loch, an dem er zu viele Schläger dabei hatte, pro Runde jedoch insgesamt max. vier Strafschläge.
Für jedes Loch nur ein Ball.
Wer mit Bällen spielt, die nicht den Regeln entsprechen und dementsprechend zugelassen sind, wird disqualifiziert.
Grundsätzlich muss mit dem Ball, mit welchem abgeschlagen wird, an dem betreffenden Loch auch eingelocht werden; Bälle dürfen also nur zwischen den Löchern ausgetauscht werden. Wird ein Ball jedoch während des Spielens eines Lochs spielunbrauchbar (tiefe Kerben oder sonstige schwere Beschädigungen - lediglich Kratzer genügen nicht), darf man ihn straflos ersetzen.
Nicht immer macht Übung den Meister.
Das Üben auf dem Wettspielplatz vor der Runde ist am Tag eines Zählspielturniers nicht erlaubt. Findet ein Turnier über mehrere Runden an aufeinander folgenden Tagen statt, so ist auch zwischen den Runden das Üben auf dem Platz, der im weiteren Verlauf des Wettspiels noch gespielt werden muss, nicht gestattet. Selbst das Prüfen der Oberfläche eines Grüns ist vor der Runde bei Strafe der Disqualifikation verboten. Auch während der Runde darf die Oberfläche eines Grüns nicht geprüft werden und es darf ebenso wenig geübt werden, die Strafe beträgt dann aber zwei Strafschläge. (Ausnahme: Chippep und Putten ist zwischen dem Spielen.von zwei Löchern am zuletzt gespielten Grün oder beim nächsten Abschlag erlaubt.)
Aber: Ein Übungsschwung ist kein Übungsschlag und darf immer ausgeführt werden, sofern dadurch keine Regel verletzt wird.
Mit Fachwissen hinter dem Berg halten.
Spieler, die während der Runde Belehrung in Form von Ratschlägen erbitten oder erteilen, die den Schlag, die Spielweise oder die Schlägerwahl beeinflussen, erhalten zwei Strafschläge. Das Erbitten und Erteilen von allgemein umgänglichen Informationen hingegen ist erlaubt; darunter fallen unter anderem Unterrichtung über die Regeln, die Lage von Hindernissen oder die Flaggenposition.
Meistens immer weiter spielen!
Wer sein Spiel unangemessen verzögert, erhält zwei Strafschläge; im Wiederholungsfall kann man sogar disqualifiziert werden. Unerlaubte Spielunterbrechung oder das Verlassen der zugeteilten Spielergruppe werden ebenfalls mit Strafe der Disqualifikation geahndet. Hat hingegen die Spielleitung das Spiel vorübergehend ausgesetzt, so muss das Spiel unterbrochen werden (ein angefangenes Loch kann aber auch zu Ende gespielt werden). Der Ball darf markiert und aufgenommen werden.
Berühren Sie den Ball nicht, außer eine besondere Regel gestattet dies. Jedes Mal, wenn ein Ball in Übereinstimmung mit den Regeln aufgenommen wird, um in irgendeiner Form Erleichterung in Anspruch zu nehmen oder ein sonstiges Verfahren anzuwenden, sollte seine Lage vorher markiert werden (Ballmarker, Münze, Tee, Pitchgabel usw.). Dabei soll stets der Zähler oder ein Mitspieler informiert und ihm Gelegenheit gegeben werden, das Vorgehen zu beobachten. Zu beachten ist, dass ein Ball nach Anwendung eines solchen Verfahrens niemals näher beim Loch liegen darf, als seine ursprüngliche Lage war.
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